Das relative Wort zum Sonntag
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Bibel
oder Wissenschaft Danke für die Einladung, Siboney! Ich bin ihr nicht gefolgt, sondern habe mich lieber an meinen Computer gesetzt, um Dir über das Internet zu sagen, was ich vom Titel Deines Vortrages halte. Hoffnung ist für mich ohne grössere Bedeutung. Ich nehme meine Geschicke selber in die Hand und hoffe nicht darauf, dass andere etwas für mich tun. Im Gegenteil: 40 Jahr lang hat eine Partei Gott gespielt und genau gewusst, was für mich gut ist und was ich zu arbeiten, zu lesen und zu denken habe. Es reicht. Indoktrination und Fremdbestimmung - Nein Danke. Wissenschaft oder Bibel schliessen sich aus. Entweder oder. Wissenschaft und Glaube aber wollen Fragen beantworten und der Wahrheit näher kommen. Dabei ist mir die Wissenschaft wesentlich lieber und das aus einem einzigen Grund: Hier gibt es keine verbotenen Fragen. Ich kann mich noch genau an unsere Diskussion an der Alona Beach erinnern. Immer wenn wir Dich mit unseren rationalen Argumenten in die Enge getrieben hatten, blieb Dir nur übrig zu sagen: 'Daran muss man glauben!' So eine Antwort auf eine logisch begründete Frage aber ist keine Antwort. Der Rückzug auf den Glauben beendet automatisch jede weitere Diskussion. Daraus folgt: Immer wenn Du Dich auf Deinen Glauben berufst, schaltest Du auch Deinen Verstand ab. Du reduzierst Dich auf ein 2000 Jahre altes Weltbild und ignorierst das gesamte, gegenwärtige Wissen. Damit werden alle Fragen, auf die Du, die Wissenschaft und die Bibel keine Antwort weiss, zu verbotenen Fragen. Du stellst sie nicht mehr, Du verdrängst sie, Du negierst sogar ihre Existenz. Damit aber schaltest Du ohne Not selber das Beste aus, was Du hast: Deinen gesunden Menschenverstand. Absolut unannehmbar für mich. Trotzdem - Schönen Sonntag, Siboney! Die Sonne scheint. Und weder die Wissenschaft noch die Bibel hat eine plausible Antwort auf die ganz einfache Frage, warum sie existiert. 09. Juli 2006
Das
relative Wort zum Sonntag Die Zauberworte heissen relativ und komplex. Die Welt der Medien ist nur eine Welt. Eine so spezielle Welt wie die des Musikers, des Materialwissenschaftlers und die der schwer enttäuschten Frau. Alle diese Welten existieren nur im Kopf, aufgebaut durch einen speziellen Blickwinkel, durch einen Filter vor dem Wahrnehmungssystem. Sie sind weder objektiv und nicht annähernd das Ganze. Trotzdem sind sie das fest gefügte Weltbild realer Menschen, zu dem andere keinen Zutritt haben. Wo aber ist die eigentliche, die ganze, die reale Welt? Wie sieht die Welt ohne Filter aus? Gibt es sie überhaupt und sind Menschen in der Lage, sie wahrzunehmen? Diese Frage bleibt im Raum hängen und es ist sogar unklar, ob diese Frage und ein Raum existieren ... 05. November 2006
Das
einäugige Wort zum Sonntag 25. Dezember 2006
Der
Papst und die Toleranz
Kommentar Al: Die äusserlichen Zeichen, die der Papst dabei setzte waren eindeutig: Nur der Papst sass erhöht, nur er hatte einen Stuhl mit Lehne, während die anderen (christlichen) Kirchenvertreter auf Hockern sassen. Niemand war prächtiger gewandet, als der Papst. Die Juden verweigerten sich dieser Zeremonie. Undenkbar, dass Vertreter anderer Weltreligionen in die Ökumene eingeschlossen werden. Aus der Sicht des Papstes gibt es nur eine Kirche und die ist katholisch. Alle anderen Gläubigen sind 'verwirrt', vom 'rechten Glauben' abgefallen, oder haben ihn nie besessen. Das Dilemma: Alle anderen Kirchen und Religionen nehmen genau die gleiche, intolerante Position für sich selbst in Anspruch. 15. September 2006
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05.
November 2006
update:
26.12.2006